Ein Spielfilm von Mohamed Al Daradji
Irak,VAE, F, UK, Katar, Saudi Arabien 2025, 107 Min., Originalfassung (Arabisch) mit engl. Untertiteln
Chum-Chum ist ein verträumter Neunjähriger, der unter Diabetes und dem Verlust seiner Eltern leidet. Er glaubt, im Tigris befinde sich ein Tor zur Unterwelt Irkalla, und hofft, sich dort mit ihnen wieder zu vereinen. Das besagt zumindest das Gilgamesh-Epos, das älteste erhaltene Werk der Weltliteratur, das die Geschichte des sumerischen Königs von Uruk erzählt. Als sein treuer Freund Moody durch die Miliz rekrutiert werden soll, muss sich Chum-Chum zwischen Mythos und Wahrheit entscheiden. Gemeinsam stellen sie sich der unerbittlichen Situation und entdecken Hoffnungsschimmer und den dauerhaften Geist einer Stadt, die sich weigert zu zerbrechen.
In seinem Film beleuchtet der irakische Regisseur Al Daradji (u.a. Son of Babylon, In the Sands of Babylon, The Journey) die Nöten von Kindern in einer zerstörten Welt und ihren Blick auf die Erwachsenen, die diese Zerstörung zu verantworten haben. Der Film feierte seine Premiere 2025 in Locarno, lief u.a. in Toronto.